Die südtunesische Oasenstadt Douz wird auch "Tor zur Wüste" genannt, da sie als letzte große Siedlung direkt am Rand der Sahara liegt. Hier findet jeden Dezember eines der ältesten und bedeutendsten Feste in Nordafrika statt: das viertägige Internationale Saharafestival. Das Spektakel verwandelt Douz in den farbenprächtigen Mittelpunkt des Landes: Berber- und Nomadenstämme aus den verschiedenen Regionen Tunesiens, Nordafrikas und Mauretaniens wetteifern um die Ehre ihrer Sippe und veranstalten Kamel- und Windhundrennen, Poesie- und Hockeywettbewerbe, Reiterspiele, Hochzeiten, Musik und Tanz.
Die Wurzeln des Festivals reichen bereits bis in das Jahr 1910 zurück. Als "Fest der Kamele" der örtlichen Mherazig-Berberstämme stand zunächst der Marathon der weißen Mehari-Kamele im Mittelpunkt. Seit 1967 wird es im aktuellen Umfang begangen und zeigt neben den sportlichen Wettbewerben auch die Geschichte und Bräuche des Landes. Die Regierung in Tunis unterstützt dieses Festival, um die ursprünglichen Traditionen lebendig zu erhalten.
Die hier gezeigten Fotos entstanden während und am Rande der Vorführungen des ersten und letzten Tages des Festivals im Dezember 2010.






















